Berlin hat Fünf Sterne mehr!
Am 5. Juli feierten 1200 Gäste am Olympiastadion die Sterne Berlins. Fünf wurden ausgezeichnet. Gemeint waren viel mehr.
Mehr als 280 Vorschläge haben uns in diesem Jahr in den fünf Kategorien erreicht. Dahinter stehen Menschen, Vereine und Projekte, die sich für andere einsetzen, Verantwortung übernehmen, helfen, verbinden oder etwas zum Positiven verändern wollen. 280 Geschichten, die zeigen, wie viel Engagement in dieser Stadt steckt – und wie viele ihrer Sterne wir noch gar nicht kennen.
Für sie gibt es die Sterne Berlins. In diesem Jahr durften wir mit unserem Sommerfest zu Gast beim Landessportbund Berlin am Olympiastadion sein. Danke für die Einladung und die herzliche Gastfreundschaft. Unsere Gäste und wir haben uns vom ersten Moment an willkommen gefühlt.
Für ein paar Stunden spielt es keine Rolle, wer du bist oder was auf deiner Visitenkarte steht. Menschen aus Ehrenamt, Politik, Wirtschaft, Sport und Kultur kommen zusammen. Prominente treffen auf Menschen, deren großartige Arbeit sonst kaum öffentlich wahrgenommen wird. Alle sitzen an denselben Tischen, kommen ins Gespräch, feiern miteinander. Denn es braucht sie alle, wenn wir diese Stadt gemeinsam ein Stück besser machen wollen. Und manchmal begegnen sich dabei Menschen, die sich im Alltag vielleicht nie begegnet wären.
Natürlich können wir nicht alle einladen oder auszeichnen. Deshalb stehen unsere fünf Preisträger auch für viele andere. Für all jene, die sich jeden Tag für diese Stadt und ihre Menschen engagieren, ohne dafür einen Preis zu erhalten oder im Scheinwerferlicht zu stehen. Dieser Applaus gehört auch euch.
Wir alle entscheiden durch unser Handeln ein Stück weit mit, in welcher Stadt wir morgen aufwachen. Veränderung beginnt dort, wo jemand selbst etwas tut, andere begeistert und zum Mitmachen ansteckt. So wächst Gemeinschaft. So entsteht Zusammenhalt. Und manches Problem wird plötzlich kleiner, wenn Menschen anfangen, sich umeinander zu kümmern.
Genau dazu wollen die Sterne Berlins anstiften.
Berlin hat mehr als fünf Sterne.
Bist auch du einer davon?
Gastgeber Thomas Härtel, Präsident des Landessportbundes Berlin, würdigte in seiner Ansprache das Engagement der Menschen und Vereine für unsere Stadt.
Ein starkes Zeichen setzte auch der Regierende Bürgermeister Kai Wegner: Mit seinem erneuten Besuch würdigte er die Preisträger und all jene, die Berlin durch ihren Einsatz jeden Tag ein Stück besser machen. Für einen Gänsehautmoment sorgten Schauspieler Hans-Werner Meyer, sein Bruder, Kabarettist Chin Meyer, und Dr. Christian Taube. Gemeinsam mit dem Chor confetti überraschten sie mit einem Flashmob zu The Sound of Silence und bewiesen dabei ihr Gesangstalent. Mit Leidenschaft warb Schwimmstar und zweifache Paralympics-Siegerin Elena Semechin für Olympische und Paralympische Spiele in Berlin.


















Und überall zeigen die Bilder, was diesen Tag ausmachte: gute Stimmung, herzliche Wiedersehen und viele Gespräche zwischen Menschen, die sich sonst vielleicht nie begegnet wären.
Besondere Sterne leuchten über Berlin
Der Große Stern Berlins ging in diesem Jahr an Frank Zander und die 2024 gegründete Frank Zander Stiftung.
Seit mehr als 30 Jahren engagiert sich der Berliner Entertainer für obdachlose und bedürftige Menschen – weit über sein traditionelles Weihnachtsessen hinaus. Auf dem großen Foto freut er sich gemeinsam mit seinem Sohn Marcus Zander und Caritas-Direktorin Prof. Dr. Ulrike Kostka. Sie würdigte dieses außergewöhnliche Lebenswerk in einer bewegenden Laudatio.
Weitere Sterne: Engagement hat viele Gesichter
★Stern des Engagements
Für persönlichen Einsatz, der weit über das
Erwartbare hinausgeht.
Sabine Werth – Gründerin der Berliner Tafel
★Stern der Vielfalt
Für ein Miteinander, das niemand ausschließt.
Stiftung Schulter an Schulter – 1. FC Union Berlin
★Stern der Zukunft
Für Ideen und Projekte, die Berlin voranbringen.
ALBA BERLIN – ALBA macht Schule
und SPORT VERNETZT
★Stern der Stille
Für stilles Wirken im Hintergrund. Für Menschen, die nie im Mittelpunkt stehen und doch unverzichtbar sind
Stoyan Nikolow – Schwitzen im Park (vertreten durch Sven Weiske)
Unser Partner Moayedi Invest unterstützte jede Auszeichnung mit 1.000 Euro – damit aus Anerkennung neue Möglichkeiten entstehen.
Gemeinsam für die stillen Sterne Berlins
Berlin hat viele Stars. Aber die, die wir suchen, stehen selten im Rampenlicht. Sie geben keine Interviews und machen nicht viel Aufhebens um das, was sie tun. Sie packen einfach an. Helfen, kümmern sich, übernehmen Verantwortung – oft seit Jahren oder Jahrzehnten. Genau diesen Menschen gehört der Stern der Stille.
Und ihre Geschichten wollen wir lauter erzählen. Deshalb haben wir uns mit rbb 88.8 zusammengetan. Gemeinsam erreichen wir weit mehr als eine halbe Million Berlinerinnen und Berliner. Menschen, die hinschauen, mitmachen, jemanden vorschlagen und schließlich mitentscheiden können, wer den nächsten Stern der Stille erhält.
Doch es geht um mehr als einen Preis. Es geht um Menschen, die zeigen, wie viel jeder Einzelne bewegen kann – und die uns vielleicht anstiften, selbst etwas zu tun. Für jemanden nebenan. Für den eigenen Kiez. Für Menschen, die Hilfe brauchen. Für Berlin.
Denn eine Stadt wird nicht besser, indem man darauf wartet, dass sich etwas ändert. Sondern durch Menschen, die anfangen, etwas zu ändern.
Hier kommt unser erster Vorschlag:
Tagsüber Zusteller, abends Naturschützer: erste Nominierung 2027 für Frank Sieste
Den Anfang macht Vogelschützer Frank Sieste aus Reinickendorf. Wenn Frank Sieste in seiner Freizeit Zäune repariert oder Biotope pflegt, hat er ein klares Ziel vor Augen: Lebensräume für seltene Vögel zu erhalten – Pirol, Eisvogel oder Wiedehopf. Hauptberuflich arbeitet er Vollzeit bei der Deutschen Post, lebt in Reinickendorf und verbringt einen Großteil seiner Freizeit im Naturschutzgebiet am Flughafensee.
Seit 1982 engagiert sich Frank Sieste beim Naturschutzbund Deutschland (NABU). Schon als Kind begeisterte ihn die Vogelwelt. Dass man dafür nur ein Fernglas, ein Notizbuch und ein Bestimmungsbuch braucht, erleichterte ihm den Einstieg. Der Flughafensee wurde mit den Jahren zu seiner Herzensangelegenheit.
Heute erkennt Frank Sieste alle deutschen Vogelarten an ihrem Gesang und ihren Rufen. Besonders liebt er den Pirol, früher auch Pfingstvogel genannt. Wenn der Zugvogel im Frühjahr aus Afrika zurückkehrt, ist sein unverwechselbarer Ruf für Frank Sieste jedes Mal ein besonderer Moment.
Zu seinen größten Erfolgen zählt die Rückkehr des Wiedehopfs an den Flughafensee. Gemeinsam mit anderen Ehrenamtlichen brachte er Nistkästen an – nur wenige Wochen später brüteten dort erstmals seit 1982 wieder Wiedehopfe in Berlin.
Stern der Stille
Mitmachen!
Das Online-Voting für den Stern der Stille 2027 startet im Frühjahr 2027. Mehr zur Reihe Zusammen ist besser – EHRENSACHE findet ihr auf rbb888.de.
Ihr kennt noch mehr großartige Ehrenamtliche, deren Geschichte erzählt werden sollte?
Dann schickt uns eure Vorschläge für den Stern der Stille an studio@rbb888.de

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